FSP Zahnmedizin: Ablauf, Fälle, Kosten + Prüfungskit (PDF)
Was ist die FSP Zahnmedizin?
- FSP Zahnmedizin
Die Fachsprachprüfung für Zahnärztinnen und Zahnärzte mit ausländischem Abschluss. Sie prüft die berufsbezogene deutsche Sprache auf C1-Niveau und ist eine Voraussetzung für die Approbation.
Die FSP ist eine Sprachprüfung. Die Prüfenden wollen sehen, ob Sie mit Patienten verständlich und mit Kollegen präzise sprechen. Ihr Fachwissen wird nicht bewertet, das prüft gegebenenfalls die Kenntnisprüfung. Wer eine Pulpitis sicher diagnostiziert, sie dem Patienten aber nicht in einfachen Worten erklären kann, hat in der FSP ein Problem.
Die Prüfung betrifft Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre Ausbildung im Ausland abgeschlossen haben und in Deutschland die Approbation oder eine Berufserlaubnis beantragen, in der Regel auch mit einem Abschluss aus der EU. Ausnahmen gibt es zum Beispiel bei Deutsch als Muttersprache oder bei einem Studium auf Deutsch.
Ob Sie vorher ein allgemeines Sprachzertifikat einreichen, regelt jedes Land selbst. Brandenburg, Hessen und Sachsen-Anhalt verlangen zum Beispiel B2, Rheinland-Pfalz ein allgemeines C1-Zertifikat. Welche Nachweise Sie genau brauchen, steht in den Unterlagen Ihrer Approbationsbehörde.
Ablauf: die drei Teile
Der Aufbau ist in den Bundesländern ähnlich: drei Teile von je etwa 20 Minuten, insgesamt etwa 60 Minuten, alle zum selben Patientenfall. Es prüfen mindestens zwei Personen, mindestens eine davon ist Zahnärztin oder Zahnarzt. Einige Kammern ergänzen einen kurzen schriftlichen Teil: In Rheinland-Pfalz übersetzen Sie zum Beispiel Fachbegriffe und beschriften anatomische Abbildungen.
| Teil | Situation | Was geprüft wird | Dauer |
|---|---|---|---|
| Teil 1 | Zahnarzt-Patienten-Gespräch | Anamnese in Alltagssprache, Erklären, Empathie | ca. 20 Minuten |
| Teil 2 | Schriftliche Dokumentation | Fachsprache, Struktur, indirekte Rede | ca. 20 Minuten |
| Teil 3 | Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch | Fallvorstellung, Fragen der Kollegen | ca. 20 Minuten |
Teil 1: das Patientengespräch
Ein Patient kommt mit Beschwerden in die Praxis, zum Beispiel mit Zahnschmerzen, einer Schwellung oder Zahnfleischbluten. Sie erheben die Anamnese:
- Aktuelle Beschwerden: Seit wann? Wo genau? Wie stark, auf einer Skala von 0 bis 10?
- Auslöser: Kalt, warm, süß? Beim Aufbeißen? Nachts?
- Verlauf: Strahlt der Schmerz aus? Hält er nach dem Reiz an?
- Allgemeine Anamnese: Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, Rauchen, Schwangerschaft.
Danach erklären Sie dem Patienten, was Sie vermuten und wie es weitergeht. Fachbegriffe sind hier fehl am Platz. Sagen Sie „Entzündung des Zahnnervs“ statt „Pulpitis“.
Teil 2: die schriftliche Dokumentation
Sie dokumentieren das Gespräch aus Teil 1 in Fachsprache. Die Form legt die Kammer fest: In Niedersachsen ist es ein Zahnarztbericht, in Berlin zum Beispiel ein kurzer Zahnarztbrief, in Westfalen-Lippe ein Befundbericht oder Arztbrief in ganzen Sätzen, in Baden-Württemberg ein vorgedruckter Anamnesebogen. Typische Abschnitte sind Personalien, aktuelle Beschwerden, Vorgeschichte, Medikamente, Verdachtsdiagnose und weiteres Vorgehen.
Was der Patient gesagt hat, steht im Konjunktiv I:
Der Patient gibt an, er habe seit drei Tagen pochende Schmerzen im Unterkiefer links. Die Schmerzen würden durch Kälte ausgelöst und hielten danach mehrere Minuten an.
Teil 3: das Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch
Der Name variiert: Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch, Kollegengespräch oder kollegiales Fachgespräch. Sie stellen den Fall einer Kollegin oder einem Kollegen vor. Diese Rolle übernehmen die Prüfenden. Danach folgen Fragen zu Verdachtsdiagnose, Differenzialdiagnosen, weiterer Diagnostik und Therapie.
Je nach Kommission kommen allgemeine Fachfragen dazu, zum Beispiel: Wie gehen Sie bei einer Wurzelkanalbehandlung vor? In welchen Schritten legen Sie eine Füllung? Wie teilen Sie die Parodontitis ein? Bewertet wird auch hier Ihre Sprache: Sie beschreiben ein Verfahren klar, in der richtigen Reihenfolge und mit den passenden Fachbegriffen.
Eine einfache Struktur für die Fallvorstellung:
- Patient, Alter, Anlass der Vorstellung
- Aktuelle Beschwerden und Befund
- Relevante Vorgeschichte und Medikamente
- Verdachtsdiagnose mit Begründung
- Differenzialdiagnosen
- Weitere Diagnostik und Therapie
Typische Fälle in der FSP Zahnmedizin
In Prüfungsprotokollen aus Nordrhein und Sachsen (2023 und 2024) kommen dieselben Themen immer wieder vor. Meist ist es ein Alltagsfall aus der Praxis. Oft erhalten Sie in der Vorbereitungszeit ein Röntgenbild (OPG) oder ein Foto, dessen Befund Sie in Teil 2 und Teil 3 beschreiben.
| Fall | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Schmerzen beim Kauen (apikale Parodontitis, Abszess) | Beginn, Auslöser, Verlauf erfragen; erklären, warum eine Wurzelkanalbehandlung oder eine Extraktion nötig ist |
| Zahnfleischbluten, lockere Zähne (Parodontitis) | Die Erkrankung in Alltagssprache erklären, nach Rauchen und Diabetes fragen, die Parodontalbehandlung beschreiben |
| Weisheitszahn (Dentitio difficilis, verlagerter Zahn) | Schmerzen und Schwellung hinten im Kiefer, eingeschränkte Mundöffnung; Aufklärung zur operativen Entfernung |
| Extraktion im Oberkiefer (Mund-Antrum-Verbindung, MAV) | Die Verbindung zur Kieferhöhle erkennen und das Vorgehen erklären |
| Zahnersatz und Implantate (Krone, Brücke, Prothese, Periimplantitis) | Möglichkeiten der Versorgung mit Vor- und Nachteilen in einfachen Worten |
| Patient mit Blutverdünnern (ASS, Marcumar, DOAK) | Name, Dosis und Grund der Einnahme erfragen; Vorgehen vor einem Eingriff |
Der letzte Punkt ist der wichtigste: In den meisten Protokollen nimmt der Patient einen Blutverdünner ein. Eine fehlende Frage danach fällt in Teil 1 auf, und in Teil 3 wird oft genau darüber gesprochen.
Typische Fragen im Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch
So berichtet in Prüfungsprotokollen aus Nordrhein:
- Wie gehen Sie bei einem Patienten vor, der Blutverdünner einnimmt?
- Was ist der Unterschied zwischen Marcumar und einem DOAK wie Eliquis?
- Was sagt der INR-Wert aus?
- Wie erkennen Sie eine Mund-Antrum-Verbindung, und wie versorgen Sie sie?
- Wie läuft eine Wurzelkanalbehandlung ab?
- Wie läuft eine Parodontalbehandlung ab?
Üben Sie die Antworten laut und in ganzen Sätzen. Es geht nicht um die perfekte Therapie, sondern darum, dass Sie Ihr Vorgehen klar und geordnet erklären.
Wer prüft: Kammern nach Bundesland
Über die Approbation entscheidet die Approbationsbehörde des Bundeslandes. Die Fachsprachprüfung nimmt in der Regel die Zahnärztekammer des Landes in ihrem Auftrag ab. Anmeldung, Gebühr und Details des Ablaufs unterscheiden sich deshalb von Land zu Land.
| Bundesland | Prüfende Stelle und Hinweise |
|---|---|
| Baden-Württemberg | Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg. Gebühr 450 € (2026). Die Behörde meldet Sie an. Teil 2: vorgedruckter Anamnesebogen. |
| Bayern | eazf GmbH für die Bayerische Landeszahnärztekammer. Die eazf organisiert die Prüfung. |
| Berlin | Zahnärztekammer Berlin. Sie melden sich selbst an. Teil 2: kurzer Zahnarztbrief. |
| Brandenburg | Landeszahnärztekammer Brandenburg. Gebühr 470 € (2024). Allgemeiner Sprachnachweis B2. |
| Hamburg | Zahnärztekammer Hamburg. Gebühr 475 € (2026). Die Behörde meldet Sie an. |
| Hessen | Landeszahnärztekammer Hessen. Sie melden sich selbst an. Allgemeiner Sprachnachweis B2. |
| Mecklenburg-Vorpommern | Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern. Details bei der Kammer. |
| Niedersachsen | Zahnärztekammer Niedersachsen. Gebühr 580 € (2025). Die Behörde (NiZzA) meldet Sie an. Teil 2: Zahnarztbericht. |
| Nordrhein-Westfalen | Zahnärztekammer Nordrhein, Zahnärztekammer Westfalen-Lippe. Zwei Kammern, je nach Landesteil. In Westfalen-Lippe ist Teil 2 ein Befundbericht oder Arztbrief. |
| Rheinland-Pfalz | Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz (Mainz). Gebühr 450 € (2025). Sie melden sich selbst an. Zusätzlicher schriftlicher Teil, allgemeiner Sprachnachweis C1, Wiederholung frühestens nach sechs Monaten. |
| Sachsen-Anhalt | Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt. Allgemeiner Sprachnachweis B2. |
Für Bremen, das Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen haben wir keine veröffentlichten Angaben gefunden. Fragen Sie dort Ihre Approbationsbehörde, welche Stelle Sie prüft. Die verbindlichen Informationen stehen dort, nicht in Foren.
Was kostet die FSP Zahnmedizin?
Die Prüfungsgebühr legt die Kammer fest. Beispiele aus den aktuellen Merkblättern:
| Bundesland | Gebühr | Stand |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 450 € | 2026 |
| Rheinland-Pfalz | 450 € | 2025 |
| Brandenburg | 470 € | 2024 |
| Hamburg | 475 € | 2026 |
| Niedersachsen | 580 € (Vorschuss) | 2025 |
Fragen Sie vor der Anmeldung nach dem aktuellen Betrag: Verbindlich ist die Gebührenordnung Ihrer Kammer.
Rechnen Sie außerdem mit weiteren Kosten im Anerkennungsverfahren:
- Gebühren der Approbationsbehörde für die Bearbeitung des Antrags
- beglaubigte Übersetzungen und Kopien Ihrer Unterlagen
- ein Sprachkurs, falls Sie einen besuchen; der BAMF-Berufssprachkurs ist für Teilnahmeberechtigte oft gefördert
- gegebenenfalls eine Kenntnisprüfung, wenn die Behörde sie verlangt
Mehr zum geförderten Sprachkurs lesen Sie im Ratgeber zum BAMF-Berufssprachkurs Akademische Heilberufe, der auch die Zahnmedizin umfasst.
Anmeldung Schritt für Schritt
- Antrag auf Approbation oder Berufserlaubnis stellen, bei der Approbationsbehörde des zuständigen Bundeslandes, mit den verlangten Unterlagen und dem Sprachnachweis.
- Auf die Bestätigung warten. Danach gibt es zwei Wege: In Ländern wie Niedersachsen, Hamburg oder Baden-Württemberg meldet die Behörde Sie bei der Kammer an. In Ländern wie Berlin, Hessen oder Rheinland-Pfalz melden Sie sich mit der Bestätigung der Behörde selbst bei der Kammer an.
- Gebühr zahlen und den Termin bestätigen.
- Zur Prüfung erscheinen, mit Ausweis und Einladung. Das Ergebnis erhalten Sie von der Kammer.
Wer nicht besteht, kann die Prüfung in den meisten Ländern ohne feste Grenze wiederholen, und zwar als ganze Prüfung. In Rheinland-Pfalz ist eine Wiederholung frühestens nach sechs Monaten möglich.
Die FSP ist oft nicht der letzte Schritt. Je nach Abschluss prüft die Behörde zusätzlich die Gleichwertigkeit Ihrer Ausbildung oder verlangt eine Kenntnisprüfung.
Prüfungskit Zahnmedizin als PDF
Zur Vorbereitung gibt es das Prüfungskit Zahnmedizin, ein kostenloses PDF von FSP Trainer. Es enthält:
- einen Selbsttest, um Ihren Stand einzuschätzen
- Anamnesefragen in der Sie-Form und in Alltagssprache
- die klinischen Tests mit der Ansage für den Patienten und dem Bericht in Fachsprache
- häufige Krankheitsbilder in Fach- und Laiensprache und drei Aufklärungen
- einen Wortschatz mit Fachbegriffen und Alltagswörtern
- die Risikopatienten und den Ablauf der Prüfung
Sie erhalten das PDF sofort nach der kostenlosen Vorab-Registrierung.
Vorbereitung in sechs Schritten
1. Jeden Fachbegriff mit seinem Alltagswort lernen
Lernen Sie Begriffe immer als Paar: Gingiva und Zahnfleisch, Pulpa und Zahnnerv, Karies und Loch im Zahn, Extraktion und Zahn ziehen. Dazu das Zahnschema: „Zahn 36“ ist für den Patienten „der erste große Backenzahn unten links“.
2. Die Anamnese als feste Fragenliste üben
Schreiben Sie sich 20 bis 25 Fragen auf, in der Sie-Form und in Alltagssprache, und sprechen Sie sie laut. Vergessen Sie die Risikofragen nicht: Blutverdünner, Bisphosphonate und andere Medikamente gegen Knochenabbau, Herzerkrankungen mit Endokarditisrisiko, Diabetes, Schwangerschaft, Allergien.
3. Klinische Tests ansagen und berichten
Ob Kältetest, Perkussion oder Sondierung: Erst sagen Sie dem Patienten in einfachen Worten, was Sie tun. Danach berichten Sie den Befund in Fachsprache. Beide Sätze sollten sitzen, zum Beispiel: „Ich halte jetzt etwas Kaltes an Ihren Zahn. Sagen Sie mir bitte, ob Sie etwas spüren.“ Und im Bericht: „Der Kältetest an Zahn 36 ist negativ.“
4. Ein Krankheitsbild in zwei Sprachen erklären
Nehmen Sie häufige Krankheitsbilder und erklären Sie jedes zweimal: einmal für die Kollegin, einmal für den Patienten. Gut geeignet sind die Fälle aus der Tabelle oben, zum Beispiel die Parodontitis: „chronisch-entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats“ für die Kollegin, „eine Entzündung, bei der sich das Zahnfleisch und der Knochen um den Zahn zurückbilden“ für den Patienten.
5. Die indirekte Rede für Teil 2 trainieren
Schreiben Sie kurze Dokumentationen und prüfen Sie jeden Satz mit einer Patientenaussage: Steht er im Konjunktiv I? „Er habe“, „sie sei“, „die Schmerzen würden ausgelöst“.
6. Laut sprechen, nicht nur lesen
Die FSP ist mündlich. Wer nur liest, kennt die Wörter, findet sie aber unter Zeitdruck nicht. Sprechen Sie Fallvorstellungen laut, nehmen Sie sich auf und hören Sie sich danach an. Genau dafür bauen wir den Sprachsimulator für die FSP Zahnmedizin: alle drei Teile, laut geübt, mit Rückmeldung nach jedem Teil.
Häufige Fehler
- Fachsprache im Patientengespräch: Der Patient versteht „apikale Parodontitis“ nicht.
- Kein Ankündigen vor der Untersuchung: Erst sagen, dann tun.
- Risikopatienten übersehen: Eine fehlende Frage nach Blutverdünnern fällt auf.
- Direkte statt indirekte Rede in Teil 2: „Der Patient sagt, er hat …“ statt „er habe …“.
- Lange Antworten ohne Struktur in Teil 3: Kurz, geordnet, mit Begründung.
- Nicht nachfragen: Rückfragen sind erlaubt. „Könnten Sie die Frage bitte wiederholen?“
Fazit
Die FSP Zahnmedizin prüft, ob Sie zwischen zwei Sprachen wechseln können: der Alltagssprache des Patienten und der Fachsprache der Kollegen. Der Aufbau mit drei Teilen ist in den Ländern ähnlich, die Fälle kommen aus dem Praxisalltag, und sehr oft geht es auch um Risikopatienten. Was es kostet und wie Sie sich anmelden, erfahren Sie verbindlich bei Ihrer Approbationsbehörde und Ihrer Zahnärztekammer.
Wie Sie alle drei Teile laut üben, zeigt unsere Seite FSP Zahnmedizin simulieren. Dort können Sie sich auch kostenlos vorab registrieren und das Prüfungskit Zahnmedizin sofort herunterladen.
Angaben ohne Gewähr, Stand November 2026. Verbindlich sind die Informationen Ihrer Approbationsbehörde und der Zahnärztekammer.
Häufige Fragen
Was ist die FSP Zahnmedizin?+
Die Fachsprachprüfung für Zahnärztinnen und Zahnärzte mit ausländischem Abschluss. Sie zeigt, dass Sie im Praxisalltag sicher auf Deutsch kommunizieren, auf C1-Niveau. Die bestandene Prüfung ist eine Voraussetzung für die Approbation in Deutschland.
Wie läuft die FSP Zahnmedizin ab?+
In drei Teilen von je etwa 20 Minuten, insgesamt etwa 60 Minuten, alle zum selben Patientenfall: ein Gespräch mit dem Patienten, eine schriftliche Dokumentation und ein Gespräch mit einer Kollegin oder einem Kollegen. Einige Kammern ergänzen einen kurzen schriftlichen Teil. Die Einzelheiten legt die Zahnärztekammer fest.
Welche Fälle kommen in der FSP Zahnmedizin vor?+
Meist Alltagsfälle aus der Praxis: Schmerzen beim Kauen (apikale Parodontitis, Abszess), Parodontitis, Weisheitszähne, Extraktionen mit Eröffnung der Kieferhöhle (MAV), Zahnersatz und Implantate. In den meisten Prüfungsprotokollen nimmt der Patient einen Blutverdünner ein. Oft erhalten Sie in der Vorbereitungszeit ein Röntgenbild (OPG), dessen Befund Sie beschreiben.
Wer nimmt die FSP Zahnmedizin ab?+
In der Regel die Zahnärztekammer Ihres Bundeslandes, im Auftrag der Approbationsbehörde. In Bayern organisiert die eazf GmbH die Prüfung für die Bayerische Landeszahnärztekammer. Welche Stelle für Sie zuständig ist, sagt Ihnen Ihre Approbationsbehörde.
Was kostet die FSP Zahnmedizin?+
Die Prüfungsgebühr legt die Kammer fest. Beispiele aus den Merkblättern: Baden-Württemberg 450 € (2026), Rheinland-Pfalz 450 € (2025), Brandenburg 470 € (2024), Hamburg 475 € (2026), Niedersachsen 580 € (2025). Dazu kommen oft Kosten für Übersetzungen, Beglaubigungen und einen Sprachkurs.
Gibt es ein PDF zur Vorbereitung auf die FSP Zahnmedizin?+
Ja. Das Prüfungskit Zahnmedizin von FSP Trainer ist ein kostenloses PDF: Selbsttest, Anamnesefragen, klinische Tests mit Ansage für den Patienten, Krankheitsbilder in Fach- und Laiensprache, Aufklärungen, Wortschatz und Risikopatienten. Sie erhalten es sofort nach der kostenlosen Vorab-Registrierung.
Wie lange sollte ich mich auf die FSP Zahnmedizin vorbereiten?+
Das hängt von Ihrem Sprachniveau ab. Wer sicher auf B2-Niveau spricht, plant oft einige Monate gezielte Vorbereitung ein. Wichtiger als die Dauer ist, regelmäßig laut zu üben: Anamnese, klinische Tests ansagen und Fälle vorstellen.
Ist die FSP Zahnmedizin dasselbe wie die Kenntnisprüfung?+
Nein. Die FSP prüft die Sprache, die Kenntnisprüfung das zahnmedizinische Fachwissen. Ob Sie eine oder beide Prüfungen brauchen, entscheidet Ihre Approbationsbehörde.
Glossar
- FSP Zahnmedizin
- Die Fachsprachprüfung für Zahnärztinnen und Zahnärzte mit ausländischem Abschluss. Sie prüft die berufsbezogene deutsche Sprache auf C1-Niveau und ist eine Voraussetzung für die Approbation.
- Approbation
- Die staatliche Erlaubnis, den Beruf als Zahnärztin oder Zahnarzt in Deutschland dauerhaft und ohne Einschränkung auszuüben. Sie wird von der Approbationsbehörde des Bundeslandes erteilt.
- Mund-Antrum-Verbindung (MAV)
- Eine Verbindung zwischen Mundhöhle und Kieferhöhle, meist nach der Extraktion eines oberen Backenzahns. Ein häufiges Thema im Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch.
- Laiensprache
- Die Alltagssprache, die Patientinnen und Patienten verstehen, zum Beispiel Zahnfleisch statt Gingiva oder Zahnnerv statt Pulpa.
- Konjunktiv I
- Die Verbform der indirekten Rede. In der Dokumentation geben Sie damit wieder, was der Patient gesagt hat: Der Patient gibt an, er habe seit drei Tagen Schmerzen.



